Vegetationsmonitoring ausgewählter Niedermoorkomplexe in Luxemburg

Lage der fuenf Untersuchungsgebiete in Luxemburg

In Luxemburg sind infolge von Landnutzungsintensivierungen nur noch wenige Relikte nährstoffarmer Feuchthabitate mit hohem Naturschutzwert erhalten. Um einen besseren Schutz solcher bedrohter Lebensräume zu ermöglichen, fanden im Rahmen eines Kooperationsprojektes zwischen der Universität Trier (FB VI, Lehrstuhl für Geobotanik), der Biologischen Station SICONA (L-Olm, Luxemburg) sowie dem Musée national d'histoire naturelle Luxembourg im Jahre 2012 daher in fünf ausgewählten Niedermoorkomplexen Untersuchungen der Zusammenhänge zwischen Bodenfaktoren, Vegetationszusammensetzung und -struktur statt (vgl. Hollenbach et al. 2014). Um ein späteres Monitoring zu ermöglichen, wurden die einzelnen Aufnahmeflächen mit einem Hochpräzisions-GPS-Gerät eingemessen.

In den Jahren 2016 und 2017 erfolgten Wiederholungen der Vegetationsaufnahmen in den insgesamt 74 Dauerquadraten. Im Jahre 2017 wurden in einem Teil der Gebiete zudem erneut  Torfproben gezogen und in Kooperation mit der Uni Heidelberg hinsichtlich Makrophytenresten und Pollen analysiert. Da der Bearbeiter der Ersterfassung mittlerweile bei der GFN in Molfsee beschäftigt ist, beteiligte sich unser Büro an dem Kooperationsprojekt in Luxemburg. Vorgesehen ist eine statistische Auswertung der Monitoring-Ergebnisse mit anschließender Publikation.

Eine Fortsetzung des Monitorings ist für die Zukunft geplant. Es liefert wichtige Informationen zur Entwicklung der Vegetation und hilft bei der langfristigen Erhaltung und Verbesserung dieser wertvollen Niedermoorflächen. Die GFN freut sich über die gute Zusammenarbeit!

 

Laufzeit: seit 2016

Auftraggeber: Biologische Station SICONA, Musée national d'histoire naturelle Luxembourg

Ansprechpartner bei der GFN: Hannes Hollenbach, - 53

Nützliche Links

Fotos aus Luxemburg