Referenzprojekte

Wiedervernässung des Offenbütteler Moores

Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein besitzt größere Flächen im Bereich des ehemaligen Offenbütteler Moores. Diese Flächen wurden in den letzten Jahrzehnten als Grünland genutzt. Vor einigen Jahren erstellte Heiko Grell (GGV-Freie Biologen, Kiel) ein Vernässungs- konzept für das Gesamtgebiet von ca. 800 ha Größe.

Um dieses umzusetzen und um die Flächen besser wiedervernässen zu können, erfolgte eine Flächenzusammenlegung im Rahmen einer Flurbereinigung.

Eine Arbeitsgemeinschaft aus GFN, GGV und dem Ingenieurbüro Meyer, Eckernförde wurde dann 2012 von der Teilnehmergemeinschaft der Flurbereinigung Offenbüttel mit der konkreten Planung zur Umsetzung von Maßnahmen auf Flächen der Stiftung Naturschutz SH beauftragt.

Die Baumaßnahmen zur Vernässung (u.a. Bau von Verwallungen, Entfernen von Drainagen, Bau von Spundwänden, Anstau von Gräben) wurden dann in den Jahren 2013 bis 2014 in drei Teilbereichen mit einer Gesamtfläche von fast 280 ha durchgeführt.

Im Jahr 2015 zeigte sich bereits ein deutlicher Anstieg der Wasserstände. Da es im Gesamtgebiet kaum noch Vorkommen hochmoortypischer Arten gab, von denen eine Besiedlung der wiedervernässten Flächen erfolgen kann, wurden nach dem Erreichen der Zielwasserstände an insgesamt  500 Punkten moortypische Arten (u.a. div. Torfmoose, Wollgras, Sumpfcalla, Straußblütiger Gilbweiderich) in geringen Mengen als Initialanpflanzung ausgebracht.

Es zeigte sich bereits nach einem Jahr, dass die Arten an den meisten Stellen gut angewachsen waren und sich an den Standorten ausbreiteten.

Laufzeit: seit 2012-2015

Auftraggeber: Teilnehmergemeinschaft der Flurbereinigung Offenbüttel

Beteiligte Institutionen: LLUR Itzehoe, Stiftung Naturschutz SH

Ansprechpartner bei der GFN: Christof Martin

Bohrung zur Erfassung von Torfart und-mächtigkeit
Bohrung zur Erfassung von Torfart und-mächtigkeit
Torfprofile
Torfprofile

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